Bester ETF Sparplan 12/2018 – welcher Anbieter ist Testsieger?

Das aktuelle Marktumfeld ist für Sparer eine Herausforderung. Die Zinsen befinden sich auf einem Rekordtief und die drohende Krise aus Italien sowie die steigenden Zinsen in den USA erschweren der EZB ¬die Arbeit. Eine Anhebung des aktuellen Zinsniveaus ist insgesamt nicht ersichtlich. Dennoch steigen die Preise im Euroraum wieder an – diese Entwicklung verdeutlicht vor allem die steigende Inflationsrate. Für Sparer ist diese Entwicklung schädlich, denn der aktuelle Marktzinssatz ist niedriger als die Inflationsrate, sodass die Kaufkraft sinkt. Einen Ausweg bietet ein Investment am Kapitalmarkt, denn bei einem höheren Risiko steigt auch die Rendite entsprechend an. Nachfolgend stellen wir das Investmentvehikel ETF und dazugehöirge Anbieter vor und zeigen, welche Vorteile mit einem regelmäßigen Sparplan einhergehen.

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Was genau ist ein ETF?

Bei einem Exchange-Traded Fund (ETF) handelt es sich um einen börsengehandelten Fonds. Dabei wird dieser Fonds nicht direkt über einen entsprechenden Investmentfonds erworben, sondern über den Sekundärhandel an der Börse.

Grundsätzlich verfolgt ein ETF einen passiven Investmentansatz. Somit investiert der emittierende Investmentfonds nicht aufgrund von Analysen oder Meinungen. Stattdessen stellt ein ETF die Wertentwicklung der definierten Benchmark dar. Als Benchmark dient in der Regel ein ganzer Aktienindex, etwa der Dax oder S&P 500. Durch den ETF werden sämtliche Unternehmen des Indizes anteilig abgebildet. Anschließend finden keine aktiven Umschichtungen mehr statt. Einzig bei der Veränderung der Benchmark-Struktur, etwa der Neuaufnahme eines Unternehmens in den entsprechenden Index, erfolgt eine Anpassung. Da dieser Investmentansatz kein aktives und kostenintensives Management benötigt, sind die Kosten eines ETFs vergleichsweise gering.

Diese Kosten werden mithilfe der sogenannten Gesamtkostenquote (TER) zusammengefasst. Hierzu gehören etwa die Indexkosten, Managementkosten und sonstigen Kosten. Zudem werden auch die Transaktionskosten des Fonds auf den Investor umgelegt. Klassischerweise liegen die Gesamtkosten eines ETFs zwischen null und einem Prozent.

Vorteile eines ETFs

Der Vergleich eines aktiv und eines passiv gemanagten Fonds verdeutlicht, dass die Kosten signifikante Unterschiede aufweisen. Das liegt vor allem an den geringen Gesamtkosten des passiven Investmentansatzes. Ein aktiver Fonds muss öfters Transaktionen tätigen, um den eigenen Investmentansatz abzubilden. Zudem werden Verwaltungsgebühren für das aktive Management berechnet.

Ein wichtigerer Ansatz verdeutlicht sich in der Abbildung eines kompletten Indizes. Hierbei spielt einerseits die Diversifikation eine tragende Rolle. Ein Investment in einen ETF geht mit einem hohen Diversifizierungsgrad einher. Hierbei erwirbt der Investor Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen, einer abweichenden Marktkapitalisierung sowie einer unterschiedlichen Wachstumsphase. Dahingegen basiert ein aktiver Ansatz auf der Auswahl weniger Aktien, welche die Erreichung einer Überrendite ermöglichen sollen. Hierbei ist die Diversifizierung niedriger und die Gefahr eines Rücksetzers größer. Zudem müssen viele aktive Fonds Unternehmensbeteiligungen im Zuge einer schlechten Performance abstoßen, sodass Verluste realisiert werden. Und trotz dieser schlechten Performance werden die Kosten für das Management dem Investor belastet.

Die Wahl eines gesamten Index bietet jedoch noch weitere Vorteile, denn die beste ETF ermöglicht eine breite Streuung. Grundsätzlich weisen Investitionen in Finanzmärkte Schwankungen auf, sodass neben Kursgewinnen auch Kursverluste realisiert werden können. Investiert ein Anleger in lediglich ein Unternehmen und dieses verliert 50 Prozent der Marktkapitalisierung, so entspricht dieser Ausfall einem Verlust von 50 Prozent des gesamten Anlagekapitals. Beläuft sich ein solches Investment auf zwei Unternehmen, welche zu gleichen Teilen gewichtet werden, so beträgt der Ausfall nur noch 25 Prozent. Es zeigt sich also, dass eine größere Unternehmensanzahl im Portfolio in einer geringeren Schwankung verdeutlicht.

Dementsprechend sind ETFs ein geeignetes Instrument, um schnell eine gute Diversifikation zu erreichen. Der beliebte MSCI World Index enthält beispielsweise mehr als 1.600 Unternehmen und bietet somit eine außerordentliche Diversifikation. Zudem lassen sich Unternehmen aus aller Welt kaufen, welche bei einem entsprechenden Einzelinvestment durch hohe Börsenplatzgebühren bemerkbar machen könnten.

Auch die Kosten gelten als wichtiger Vorteil von ETFs. Diese sind günstig im Unterhalt, sodass lediglich die Total Expense Ratio (TER) eine wichtige Rolle spielt. Die jährlich Kosten eines ETFs, etwa dem S&P500, können sogar unter 0,1 Prozent liegen. Zudem verzichten die Banken oftmals auf die Ausgabeaufschläge, welche beim aktiven Fonds berechnet werden. Ein weiterer Vorteil sind die häufigen Aktionsangebote. Wer einen entsprechenden Depotanbieter besitzt, kann von kostenlosen ETFs profitieren. Das bedeutet, dass die Bank keine Gebühren für den Erwerb des ETFs berechnet.

Dies ist oftmals bei Sparplänen der Fall. Schlussendlich bieten ETFs unter Berücksichtigung des finanziellen Aspekts einen weiteren Vorteil. Investoren, die in Aktien investieren, müssen oftmals eine komplexe Steuererklärung abgeben. Dies liegt an den verschiedenen Standorten der Unternehmen und der Berechnung einer entsprechenden Quellsteuer. Ein Investment in einen ETF ermöglicht eine breite Diversifikation und Beteiligung an verschiedenen Unternehmen. Der Fondsanbieter hat jedoch einen festen Sitz, sodass keine verschiedenen Gesetze bei der Steuererklärung berücksichtigt werden müssen.

Welchen Vorteil bietet die Einrichtung eines ETF-Sparplans?

Nachdem wir die Vorteile eines Investments in einen ETF beleuchtet haben stellt sich die Frage, ob das Investment in Form eines Einmalbetrags oder per Sparplan erfolgen soll. Hierbei ist es schlussendlich eine Frage des persönlichen Geschmacks. Grundsätzlich gilt jedoch, dass ein Investment in einen ETF ein hervorragendes Mittel zur langfristigen Partizipation am Marktwachstum darstellt.

Ein Sparplan bietet grundsätzliche Vorteile gegenüber einem Einzelinvestment. So spielt vor allem der psychologische Faktor eine tragende Rolle, denn mit einem monatlichen Sparbetrag wird automatisch eine positive Gewohnheit aufgebaut. Ein Sparplan sorgt für ein regelmäßiges Sparen und somit für geringe Konsumausgaben. Zusätzlich kann ein Investor vom sogenannten Cost-Average-Effekt profitieren. Dieser Effekt beschreibt den Kauf von Wertpapieren zum Durchschnittspreis. Bei einer Einmalinvestition kann es passieren, dass ein Kauf zu einem Höchststand am Markt erfolgt.

Sollte anschließend eine Baisse einsetzen, werden die Kurse fallen. Viele Investoren sehen den schnellen Wertverlust und verkaufen anschließend das Wertpapier. Genau dieses Vorgehen ist falsch und sorgt dafür, dass viele Investoren keine Gewinne am Kapitalmarkt erzielen. Stattdessen sorgt ein Sparplan für regelmäßige Einzahlungen in gleicher Höhe. Sollte die Ausführung des ersten Kaufs zu einem Höchststand erfolgen, dann wird der Verlust durch den Kauf der zweiten Ausführung ausgeglichen. Es entsteht zwar noch immer ein Verlust, doch der gekaufte ETF wird langfristig zum Durchschnittspreis des Markts gehandelt.

Zusätzlich lässt sich ein solcher Sparplan regelmäßig anpassen. So kann die Höhe angepasst werden oder eine Dynamisierung der Sparrate erfolgen. Eine solche Dynamisierung erfolgt auf Jahresbasis und kann etwa der Inflationsrate oder erwarteten Gehaltssteigerung entsprechen. Ein weiterer Vorteil eines Sparplans verdeutlicht sich beim Reinvestieren von Dividenden. Diese werden oftmals auf jährlicher Basis ausgezahlt. Sobald eine solche Dividendenzahlung erfolgt, kann der Sparplan für den kommenden Monat um den entsprechenden Betrag angepasst werden. Somit liegt das verfügbare Geld nicht unproduktiv auf dem Konto herum.

Unser Tipp – beste ETFs sollten verglichen werden

Wer nun einen ETF-Sparplan einrichten möchte, der wird sich fragen, welches der beste ETF ist. Eine pauschale Aussage zum besten ETF ist nicht möglich, denn hierbei fließen verschiedene Kriterien ein (eine einfache Möglichkeit die Kriterien zu vergleichen ist unser Sparplan Test). Dazu zählt etwa die TER, die Liquidität, die enthaltenen Unternehmen und auch die Größe des ETFs. Somit gilt, dass die beste ETF nicht existieren. Stattdessen sollten Gedanken zum Aufbau des eigenen Portfolios getroffen werden. Investoren können etwa einen MSCI World mit einem MSCI Emerging Markts kombinieren und somit die Industriestaaten mit einer kleineren Position an Schwellenländern anreichern. Alternativ kann auch eine Gewichtung auf Technologiewerte stattfinden. Der berühmte Investor Warren Buffet will beispielsweise, dass sein gesamtes Vermögen nach seinem Ableben in einen S&P 500 investiert werden. Dieser Index bot in der Vergangenheit eine breite Diversifikation und gute langfristige Performance. Schlussendlich ist die Wahl des passenden ETF schlichtweg eine Geschmacksache und sollte anhand der persönlichen Risikoneigung erfolgen.

Fazit

Schlussendlich lässt sich festhalten, dass ein ETF-Investment durchaus positiv zu bewerten ist. Grundsätzlich ist das Risiko größer als bei klassischen Sparkonten, doch auch die Performance kann durchaus besser sein. Der beste ETF ist schlussendlich immer ein Resultat der eigenen Präferenzen. Dementsprechend orientieren sich die besten ETF Sparpläne auch am eigenen Risikoprofil und sollten einer klaren Strategie folgen. Ein Vergleich von ETFs muss erfolgen, denn oftmals enthalten zahlreiche ETFs die gleichen Unternehmen, sodass eine Übergewichtung entstehen könnte.

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